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Endbericht
Herausgeber
Quelle
Schlagwörter
Biomassenutzung, Bioökonomie, Nachhaltigkeitskriterium
Förderkennzeichen (FKZ)
3721 31 102 0
Forschungskennzahl
31
Zitation
Fehrenbach, H., Bürck, S., Köppen, S., Böttcher, H., Hennenberg, K., Wolff, F., & Scheffler, M. (2026). Wissenschaftliche Begleitung des Umsetzungsplans zur Nationalen Bioökonomiestrategie (Deutschland. Umweltbundesamt, ed.). https://doi.org/10.60810/openumwelt-8226
Zusammenfassung deutsch
Die Nationale Bioökonomiestrategie sieht die Erstellung von Maßnahmen zur Umsetzung der in der Strategie genannten Ziele im Rahmen eines Umsetzungsplan vor, der fortlaufend fortgeschrieben werden soll. Dieser soll Empfehlungen für konkrete politische Maßnahmen enthalten und dabei aktuelle Entwicklungen berücksichtigen. Da die Zielsetzung der Bioökonomiestrategie explizit die Bedeutung einer nachhaltigen Bioökonomie betont, sollte die Entwicklung konkreter Maßnahmen bereits die Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes berücksichtigen. Das Forschungsprojekt analysiert mögliche Synergien und Zielkonflikte der Biomassenutzung und schlägt ein Gesamtnutzungskonzept vor, um jene Biomassenutzungspfade zu priorisieren, die den größten Nutzen für Klima und Umwelt bieten.
Übersetzungen
Verbundene Publikation
Nachhaltige Ressourcennutzung - Anforderungen an eine nachhaltige Bioökonomie aus der Agenda 2030/SDG-Umsetzung
(Umweltbundesamt, 2020)
Im Forschungsvorhaben "Nachhaltige Ressourcennutzung - Anforderungen an eine nachhaltige Bioökonomie aus der Agenda 2030 / SDG-Umsetzung" (FKZ 3717 31 103 0) wurden Chancen herausgearbeitet und Risiken abgeschätzt, die sich aus der Umsetzung staatlicher Bioökonomie-Strategien für die Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ergeben können. Dazu erstellte das Projektteam zunächst einen Überblick über vorhandene Bioökonomie-Konzepte. Es analysierte den deutschsprachigen Diskurs zur Bioökonomie und arbeitete die wesentlichen ethischen Aspekte des Bioökonomie-Diskurses heraus. Weiterhin führten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Screening relevanter Technikpfade durch, um Entwicklungslinien der Bioökonomie und deren Potenziale zu bewerten. Daran schloss sich im Rahmen einer Kohärenzanalyse ein Abgleich der Bioökonomie-Konzepte mit den inhaltlichen Anforderungen verschiedener Umwelt- und Nachhaltigkeitsagenden an, wobei die SDGs der Agenda 2030, das Konzept der Planetaren Grenzen und ausgewählte nationale umweltpolitische Agenden (z.B. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie) Gegenstand der Untersuchung waren. Schließlich leiteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konkrete Anforderungen an eine nachhaltige Bioökonomie aus ausgewählten Zielen nachhaltiger Entwicklung ab, mit Schwerpunkt auf SDG 2 und SDG 15. Der vorliegende Bericht fasst zunächst die wichtigsten Ergebnisse der zuvor genannten Analysen zusammen. Anschließend werden Politikempfehlungen zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie im Sinne der Agenda 2030 vorgestellt, die im Projekt auf der Grundlage der Analyseergebnisse entwickelt wurden. Quelle: Forschungsbericht
Bioökonomiekonzepte und Diskursanalyse
(2019)
In den vergangenen Jahren wurde die "Bioökonomie" in Politik und Wirtschaft als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Bewältigung weiterer Nachhaltigkeitsherausforderungen gewürdigt. Das Konzept der Bioökonomie "ist an natürlichen Stoffkreisläufen orientiert und umfasst alle Wirtschafts-bereiche, die nachwachsende Ressourcen wie Pflanzen, Tiere sowie Mikroorganismen und deren Pro-dukte, erzeugen, be- und verarbeiten, nutzen und damit handeln" (BMEL 2014). Allerdings ist das Konzept nicht unumstritten, und kritische Stimmen zu den Aus- und Nebenwirkungen einer Bioökonomie mehren sich. Wie lässt sich dieser Stellenwert des Bioökonomiekonzepts erklären? Welche Ziele werden mit Bioökonomiepolitiken verfolgt? Welche Akteure verfolgen im Politikfeld welche Interessen und auf Grundlage welcher Machtstellungen? Mit welchen Argumenten wird Werbung für die Bioökonomie gemacht, welche Positionen werden dagegengehalten? Lässt sich die augenscheinliche Polarisierung in der politisch-gesellschaftlichen Debatte überwinden? Welche ethischen Implikationen hat eine Förderung der Bioökonomie? Der Bericht formuliert Antworten auf diese grundlegenden Fragen, die wichtig sind, um die Transformation zu einer biomassebasierten Wirtschaft kritisch begleiten und gestalten zu können. Quelle: Forschungsbericht
Weiterentwicklung des "Monitoringsystem Bioökonomie" unter besonderer Berücksichtigung von Aspekten des vorsorgenden Umweltschutzes
(Umweltbundesamt, 2025)
Mit ihrer Bioökonomiestrategie untermauert die deutsche Bundesregierung ihr Bestreben langfristig eine nachhaltige und biobasierte Wirtschaftsweise zu etablieren. Das Forschungsvorhaben „Weiterentwicklung des "Monitoringsystem Bioökonomie" unter besonderer Berücksichtigung von Aspekten des vorsorgenden Umweltschutzes“ entwickelte in diesem Kontext relevante und aussagekräftige Vorschläge für Bioökonomie-Indikatoren und Monitoringansätze mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und den Schutz der natürlichen Systeme. Aus den Ergebnissen und Erkenntnissen wurden Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Bioökonomie-Monitorings sowie zur Umsetzung und Fortentwicklung der Bioökonomie-Strategie mit besonderem Fokus auf den Umwelt- und Naturschutz abgeleitet.
