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Publikationstyp

Forschungsbericht

Erscheinungsjahr

'http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/'
Abschlussbericht

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Quelle

Schlagwörter

Stickstoff

Förderkennzeichen (FKZ)

3722 63 201 1

Forschungskennzahl

Zitation

Bach, M., Kanig, M., & Beisecker, R. (2026). National Nitrogen Budget: Fortschreibung des nationalen Stickstoff-Inventars für die Jahre 2015 - 2020. Umweltbundesamt. https://doi.org/10.60810/openumwelt-7861
Zusammenfassung deutsch
Reaktiver Stickstoff (Nr) in Form von Ammoniak (NH3), Nitrat (NO3), Lachgas (N2O) und Stickstoffoxiden (NOx) ist Ursache zahlreicher Umweltwirkungen und wird aus unterschiedlichen Bereichen menschlichen Handelns in die Umwelt freigesetzt. Mit dem vorliegenden Vorhaben wurden reaktive Stickstoff-Flüsse für Deutschland für die Jahre 2015-2020 erfasst und inventarisiert. Es zeigt sich, dass die umweltwirksamen Emissionen reaktiven Stickstoffs zu fast ¾ im Bereich der Landwirtschaft entstehen, zu etwa gleichen Teilen in die Atmosphäre bzw. Hydrosphäre entweichen und gegenüber der letzten Inventarisierung insgesamt zwar leicht rückläufig aber immer noch zu hoch sind. Die Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für die Entwicklung einer nationalen integrierten Stickstoffstrategie.

Übersetzungen

Verbundene Publikation

Veröffentlichung
Entwicklung einer nationalen und regional aufgelösten Obergrenze für reaktiven Stickstoff
(Umweltbundesamt, 2026) Bach, Martin; Griese, Eddie; Schlutow, Angela; Kappauf, Timothy; Hannappel, Stephan; Borrmann, Sophie; Morling, Karoline; Fuchs, Stephan
Die Freisetzung von reaktiven Stickstoffverbindungen in die Umwelt führt zu vielfältigen Umweltproblemen, z.B. Nitrat im Grundwasser oder Gefährdung der Biologischen Vielfalt durch Eutrophierung und Veränderung von Ökosystemen. Auch die menschliche Gesundheit ist durch Stickstoffdioxid betroffen. Mit dem Forschungsprojekt wurde erstmals eine wirkungsbasierte Obergrenze für die Freisetzung von reaktivem Stickstoff in Deutschland insgesamt berechnet, bei deren Einhaltung davon auszugehen ist, dass es keine schädlichen Stickstoffwirkungen auf Mensch und Umwelt mehr geben wird. Um der Heterogenität des Stickstoffkreislaufs gerecht zu werden, wurden diese Obergrenzen auch regional differenziert für 302 Kreisregionen in Deutschland berechnet.
Veröffentlichung
Stickstoff - Element mit Wirkung
(Umweltbundesamt, 2021) Geupel, Markus; Deutschland. Umweltbundesamt; Richter, Simone; Schlesinger, Lisa Marie
Stickstoffemissionen aus nahezu allen Gesellschaftsbereichen führen zu Risiken für Mensch und Umwelt. Eine nachhaltiger Umgang mit Stickstoff und seinen Verbindungen spielt daher für das Erreichen der UN Nachhaltigkeitsziele (SDG) ein große Rolle. Als Meilenstein hin zu einem nachhaltigen Stickstoffmanagement, schlägt das Umweltbundesamt für Deutschland eine neue Obergrenze vom 1.000 kt Stickstoff pro Jahr vor. Die neue Obergrenze erfasst nahezu alle Quellen und schließt neben der Landwirtschaft auch Sektoren wie den Verkehr oder die Industrie ein. Das Hintergrundpapier erläutert Hintergründe zu Risiken, fasst den Sachstand zur gegenwärtigen Belastungssituation zusammen und bewertet bestehende Minderungsoptionen anhand der neuen Obergrenze. Quelle: www.umweltbundesamt.de
Veröffentlichung
Reaktive Stickstoffflüsse in Deutschland 2010-2014 (DESTINO Bericht 2)
(Umweltbundesamt, 2020) Bach, Martin; Häußermann, Uwe; Klement, Laura; Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement (Gießen); Karlsruher Institut für Technologie; Infras AG (Zürich); Deutschland. Umweltbundesamt; Geupel, Markus
Der Eintrag von Stickstoff in die Umwelt verursacht vielfältige Probleme. Für die Konzeption von Minderungsmaßnahmen ist es eine wesentliche Voraussetzung, die Quellen, Senken und Flüsse reaktiver Stickstoffverbindungen (Nr) zu quantifizieren. Im Rahmen des überarbeiteten Göteborg-Protokolls zur Convention on Long-Range Transboundary Air Pollution (CLTRAP) wurde 2012 vereinbart, die nationalen Stickstoff-Flüsse zu erfassen. Das "Guidance document on national nitrogen budgets" der Economic Commission for Europe bildet dafür den Ausgangspunkt (ECE 2013). In einer nationalen N-Bilanzierung (NNB) werden für acht Pools die ein- und ausgehenden Nr-Flüsse berechnet: Atmosphäre, Energiewirtschaft und Verkehr, Industrielle Produktion, Ernährung und Konsum, Landwirtschaft, Wald und semi-natürliche Flächen, Abfallwirtschaft und Abwasserentsorgung, Gewässer sowie die grenzüberschreitenden N-Flüsse (Importe und Exporte). Die N-Flüsse werden aus statistischen Be-richten, Veröffentlichungen etc. direkt entnommen oder als Produkt aus der transportierten bzw. um-gesetzten Stoffmenge und deren mittlerem N-Gehalt berechnet. Insgesamt werden für Deutschland rund 150 N-Flüsse beschrieben, die Unsicherheit der Ergebnisse wird in vier Stufen von "sehr gering" bis "hoch" eingestuft. In Deutschland werden jährlich 6275 kt Nr a-1 in Umlauf gebracht (Mittelwert 2010 bis 2014), davon 43 % über die Ammoniak-Synthese. Die inländische Förderung und der Import von N-haltigen fossilen Energieträgern (Braunkohle, Steinkohle, Rohöl) tragen 2335 kt N a-1 dazu bei. Mit der Stickstoff-Fixierung als einzigem natürlichen Prozess werden 308 kt N a-1 in organisch gebundenen Stickstoff überführt. Als bedeutendste Senke von Nr werden mit der Verbrennung von fossilen und regenerativen Energieträgern sowie mit der Verarbeitung von Rohöl zu Mineralölprodukten 2711 kt N a-1 wieder in N2 überführt. In Gewässern, Böden und Kläranlagen werden 1107 kt N a-1 denitrifiziert. Über die Atmosphäre und den Gewässerabfluss exportiert Deutschland netto 745 kt N a-1 in seine Nachbarländer und in die Küstenmeere. Die Änderung des N-Bodenvorrats wurde bislang nur für Waldböden ermittelt, für die ein Abbau von 293 kt N a-1 berechnet wird. Der NNB zufolge werden in Deutschland jährlich 1627 kt Nr a-1 freigesetzt. Die NNB ist allerdings durch größere Unsicherheiten gekennzeichnet, was bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden muss. Quelle: Forschungsbericht
Veröffentlichung
Detailed Annexes to the “UNECE Guidance document on national nitrogen budgets"
(German Environment Agency, 2025) Schäppi, Bettina; Bogler, Sophie; Reutimann, Judith; Fehrenbach, Horst; Ehrler, Anna
Anthropogenic activities to a great extent influence and alter the natural nitrogen cycle. The existing guidance document offers detailed description to inventory human influenced nitrogen fluxes on a national level. In eight chapters, the eight technical annexes are described to implement a national nitrogen budget. A National nitrogen budget serves as a tool of the Geneva Convention on long-range transboundary air pollution to quantify and illustrate the effects of nitrogen pollution and to evaluate considered reduction options.

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