Organisationseinheit: Deutschland. Umweltbundesamt. Fachgebiet Z.2.3 - Digitale Transformation und Beratungsstelle Green IT
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Publikationen
Umweltbewertung und regulatorische Herausforderungen von DLT-Lösungen
(Umweltbundesamt, 2026) Hafner, Matthias; Marosvölgyi, Beatrix; Eschenbaum, Nicolas; de Luze, Romain; Zarković, Elena; Rutz, Samuel; Weingärtner, Tim; Erny, Johannes
Die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) bietet innovative Lösungen für dezentrale Datenverarbeitung, steht jedoch wegen ihres hohen Energie- und Ressourcenverbrauchs zunehmend in der Kritik. Insbesondere Proof-of-Work-basierte Kryptowerte wie Bitcoin verursachen Treibhausgas-Emissionen im Maßstab mittelgroßer Länder. Nachhaltigere Alternativen wie z.B. Proof-of-Stake-basierte Blockchains zeigen, dass weniger energieintensive Ansätze möglich sind.Das Forschungsprojekt „Umweltbewertung und regulatorische Herausforderungen von DLT-Lösungen“ analysiert die ökologischen Auswirkungen und die Möglichkeiten, sie zu regulieren. Die Ergebnisse zeigen: Gezielte nachfragebezogene Maßnahmen können dazu beitragen, den hohen Energieverbrauch zu reduzieren, ohne nachhaltigere DLT-Anwendungen zu beeinträchtigen.
Begleittext des UBA zum Bericht „Umweltbewertung und Regulierungsansätze für Distributed-Ledger-Technologien“
(Umweltbundesamt, 2026) Swiss Economics SE AG
Rebound-Effekte durch digitale Leistungen und Produkte
(Umweltbundesamt, 2026) Behrendt, Siegfried; Henseling, Christine; Sievi, Marguerite; Lorenz, Ulrich; Neumann, Kai; Hilty, Lorenz
Wenn erwartete Umweltentlastungen durch Digitalisierung durch Nebenwirkungen relativiert oder überkompensiert werden, spricht man von Rebound-Effekten. Anhand von 28 Beispielen – von Smart Homes über 5G bis zur additiven Fertigung – zeigt das Projekt, dass diese Effekte tief in wachstumsorientierten Wirtschaftslogiken verankert sind. Effizienzgewinne treiben neue Anwendungen, steigenden Konsum, wachsenden Datenverkehr sowie höheren Energie- und Ressourcenbedarf. Die Analyse macht deutlich: Einfache Lösungen gibt es nicht. Notwendig ist eine strategische Kombination aus Effizienz, Suffizienz, Regulierung, transparenter Information, Kreislaufwirtschaft und differenzierten Steuern, um Rebound-Effekte digitale Leistungen und Produkte wirksam zu begrenzen.
SoftAWERE
(Umweltbundesamt, 2026) Schulze, Max; Gröger, Jens; Behrens, Felix; Zagorski, Anna
Mit dem Forschungsvorhaben wurde Software-Entwickler*innen Werkzeuge an die Hand gegeben, die den Energieverbrauch und Ressourcenbedarf bereits im Entwicklungsprozess sichtbar machen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die Effizienzpotentiale der Software zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten, die die Effizienz erhöhen und den Energieverbrauch senken.Hierfür wurden im Forschungsvorhaben SoftAWERE zwei Methoden entwickelt:1. „SoftAWERE-Light“: Eine vereinfachte Variante, die ohne Messungen auskommt und mit mathematischen Formeln eine Schätzung zur Energie- und Umweltwirkungen errechnet. Diese Variante eignet sich für Cloud- und virtualisierte Umgebungen, in denen eine physische Messung mit Messgeräten oder eine Messung über Server-Schnittstellen nicht möglich ist.2. „SoftAWERE“: Die vollständige Variante, welche ohne physische Messgeräte auskommt und auf den bestehenden Schnittstellen der Server und Betriebssystemen aufbaut.Folgende Ergebnisse und Methodiken konnten im Rahmen des SoftAWERE Forschungsvorhabens realisiert werden:1. Eine Herangehensweise und Methodik für die Einbettung von Messungen zum Energieverbrauch und zu Umweltwirkungen (Abiotischer Rohstoffverbrauch - ADP, Treibhausgaspotenzial - GWP, Kumulierter Energieaufwand – KEA und Wasserverbrauch – Water Usage) in gängigen Entwicklungsprozessen.2. Architektur und Aufbau eines digitalen Messlabors, mit dem die Methodik validiert werden kann und gängige quelloffene Bibliotheken hinsichtlich Energieverbrauch und Umweltwirkungen evaluiert werden können.3. Erarbeitung einer konzeptionellen Herangehensweise für eine Transparenzkennzeichnung für Software.Es wurden im Rahmen des Forschungsvorhabens Workshops, Hackathons und ein Green Coding Summit durchgeführt.
Beschreibung
Ergebnisse
