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Analysen zu Treibhausgas-Referenzsystemen bei einer voranschreitenden Transformation des Energiesystems am Beispiel der Biomasse
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Schlagwörter
Treibhausgasemissionen, Bioenergie, Referenzwert, Dekarbonisierung, Erneuerbare Energie
Förderkennzeichen (FKZ)
3722 43 501 0
Forschungskennzahl
Zitation
Hennenberg, K., & Bauknecht, D. (2025). Woran messen wir Treibhausgasreduktionen von Energiepfaden? Umweltbundesamt. https://doi.org/10.60810/openumwelt-8050
Zusammenfassung deutsch
Mit vergleichenden Treibhausgasbilanzen wird ermittelt, welche Energieträger in Zukunft bevorzugt eingesetzt werden sollten, um zur Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 beizutragen. In den meisten Festlegungen stellen fossile Energieträger das Referenzsystem für diesen Vergleich dar. Mit zunehmender Verbreitung erneuerbarer Energien erscheint diese Wahl eines Referenzsystems aber als weniger angemessen. Der Kurzbericht untersucht am Beispiel von Bioenergiepfaden, wie Referenzsysteme gewählt werden sollten, um der dynamischen Transformation des Energiesystems gerecht zu werden. Im Ergebnis wird vorgeschlagen, für eine Bewertung absolute Treibhausgas-Grenzwerte mehrerer Referenzsysteme kombiniert zu nutzen, oder das für eine Fragestellung jeweils passende Referenzsystem auszuwählen.
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Verbundene Publikation
Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 2023
(Umweltbundesamt, 2025)
Die in diesem Bericht aufgeführten Ergebnisse für das Jahr 2023 zeigen, dass der Ausbau erneuerbarer Energien wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele in Deutschland beiträgt. Insgesamt werden in allen Verbrauchssektoren fossile Energieträger zunehmend durch erneuerbare Energien ersetzt und damit dauerhaft Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen vermieden. Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus, dass eine differenzierte Betrachtung verschiedener Technologien und Sektoren sinnvoll und notwendig ist, wenn es z.B. darum geht, gezielte Maßnahmen zum Klimaschutz und der Luftreinhaltung abzuleiten, da sich die spezifischen Vermeidungsfaktoren für die untersuchten Treibhausgase und Luftschadstoffe teilweise erheblich unterscheiden.Im Ergebnis weist die Netto-Emissionsbilanz der erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung der Vorketten eine Vermeidung von Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 249 Mio. t CO2-Äquivalenten (CO2-Äq.) im Jahr 2023 aus. Auf den Stromsektor entfielen 197 Mio. t CO2-Äq., davon sind 155 Mio. t der Strommenge mit EEG-Vergütungsanspruch zuzuordnen. Im Wärmesektor wurden 41 Mio. t und im Verkehrssektor 11 Mio. t CO2-Äq. durch biogene Kraftstoffe vermieden.
Entwicklung der spezifischen Treibhausgas-Emissionen des deutschen Strommix in den Jahren 1990 - 2024
(Umweltbundesamt, 2025)
Das Umweltbundesamt berechnet jährlich für alle interessierten Nutzer Indikatoren, die die Klimaverträglichkeit der Stromerzeugung und die Entwicklung ab dem Jahr 1990 charakterisieren.Da gemäß internationalen Bilanzierungsvorgaben alle Emissionen der Stromerzeugung – also auch Stromhandelsüberschüsse - dem Land zuzurechnen sind, in dem sie entstehen, verringern sich die Emissionen des deutschen Strommix entsprechend dem Stromhandelssaldo, der von einem Exportüberschuss in den Vorjahren zu einem Importüberschuss im Jahr 2023 wechselt, der sich im Jahr 2024 fortsetzt. Der diese Bilanzgrenzen berücksichtigende Indikator „direkte CO2-Emissionen je Kilowattstunde Strom“ wird als „Emissionsfaktor für den deutschen Strommix“ bezeichnet.
