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Quelle
Warnsignal Klima : die Landwirtschaft
Schlagwörter
Förderkennzeichen (FKZ)
Forschungskennzahl
Zitation
Ulrich, M. (2026). Landwirtschaft in der Arktis: Ausweitung von Anbauflächen und neue Kulturen. In Warnsignal Klima : die Landwirtschaft. https://doi.org/10.60810/openumwelt-8739
Zusammenfassung deutsch
Der Klimawandel führt in der Arktis zu drastischen Umweltveränderungen, erweitert aber auch deren landwirtschaftliches Potenzial. Der weit über dem globalen Durchschnitt liegende Temperaturanstieg und längere Vegetationsperioden erweitern die Anbauflächen stark, wodurch Kulturpflanzen und Gewächshaustechnologien eine kleinbäuerliche Nahrungsmittelproduktion ermöglichen. Der tauende Permafrost, indigene Landnutzungssysteme und Defizite in der politischen Umsetzung stellen jedoch große Herausforderungen dar.
Dieser Artikel analysiert die biophysikalischen, sozialen und politischen Bedingungen der arktischen Landwirtschaft. Regionale Fallstudien identifizieren vielversprechende Ansätze, wie rasch reifende Nutzpflanzen, geschützte Anbausysteme und Regierungsmodelle mit Bürger*innen-Beteiligung. Es wird deutlich, dass nachhaltige Landwirtschaft im hohen Norden die Berücksichtigung ökologischer Grenzen, die Sicherstellung der Teilhabe aller Beteiligten und die Ausrichtung an den Klimazielen erfordert, damit die Arktis als Testfeld für resiliente Ernährungssysteme dienen kann. © Mathias Ulrich
Zusammenfassung englisch
Climate change is causing drastic environmental changes in the Arctic, but it is also expanding its agricultural potential. The temperature increase, far exceeding the global average, and longer growing seasons are greatly expanding arable land, enabling small-scale food production through crops and greenhouse technologies. Thawing permafrost, Indigenous land-use systems, and shortcomings in policy implementation pose major challenges.
This article analyzes the biophysical, social, and political conditions of Arctic agriculture. Regional case studies identify promising approaches such as fast-maturing crops, protected cropping systems, and participatory governance models. It becomes clear that sustainable agriculture in the High North requires consideration of ecological limits, ensuring the participation of all stakeholders, and alignment with climate targets if the Arctic is to serve as a testing ground for resilient food systems. © Mathias Ulrich
