Organisationseinheit: Deutschland. Umweltbundesamt. Fachgebiet III.2.6 - Abwassertechnikforschung, Abwasserentsorgung
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Publikationen
Monitoring und Modellierung von Mikroplastikeinträgen in Gewässer
(Umweltbundesamt, 2026) Ritz, Elmar; Fuchs, Stephan; Linnemann, Volker; Spelthahn, Vanessa; Dierkes, Georg; Türk, Jochen; Braun, Ulrike
Das Vorhaben fasst die im Untersuchungszeitraum verfügbaren Daten zu Mikroplastikkonzentrationen in verschiedenen Abflusskomponenten und Umweltkompartimenten zusammen und ergänzt diese durch ein Monitoring von zwei Regenüberlaufbecken und einem Regenklärbecken. Damit sollte eine Erstabschätzung der Mikroplastikeinträge in die Oberflächengewässer Deutschlands erfolgen. Die Untersuchungen konnten für die Ableitung repräsentativer Eingangsdaten nur sehr wenige verwertbare Studien identifizieren. Auf Grund der inkonsistenten Datenlagen sind die ermittelten Einträge mit großen Unsicherheiten verbunden. Zur Präzisierung sind weitere, harmonisierte Monitoring Aktivitäten notwendig. Dabei sollten besonders Regenwassereinleitungen und Mischwasserentlastungen Berücksichtigung finden.
Gutachten zur Auslegung von mit der Phosphor-Rückgewinnung in der Klärschlammverordnung in Verbindung stehenden gebührenrechtlichen Festlegungen
(Umweltbundesamt, 2025) Pencereci, Turgut; Schustereit, Torben; Bahlke, Willem; Hartwig, Peter; Gerlach, Nina; Trautmann, Niklas; Deutschland. Umweltbundesamt
Im Jahr 2017 wurde die Klärschlammverordnung (AbfKlärV) neu gefasst. Dabei wurde festgeschrieben, dass ab 2029 die Rückgewinnung von Phosphor (P) aus Klärschlamm für alle Kläranlagen verpflichtend ist. Als ein Hemmnis für die fristgerechte Umsetzung von Maßnahmen zur P-Rückgewinnung wurde die Umlagefähigkeit von Kosten auf die Abwassergebühren identifiziert.Primäres Ziel des vorliegenden Sachverständigengutachtens war es daher zu prüfen, in wie weit und zu welchem Zeitpunkt die Anforderungen aus der AbfKlärV gebührenrechtlich ansatzfähig sind. Das Gutachten beantwortet Fragen zur Gebührenfähigeit von Maßnahmen zur P-Rückgewinnung, insbesondere auch von solchen, die vor 2029 anfallen.
Quantitative Erfassung, Bilanzierung und Bewertung von Mikrokunststoffen in den internationalen Flussgebieten Rhein und Donau - Teil 2
(2026) Eisentraut, Paul; Wiesner, Yosri; Altmann, Korinna; Deutschland. Umweltbundesamt
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde ein Monitoringkonzept zur Erfassung des Vorkommens und Transports von Makro- und Mikroplastik (1-1000 µm) entwickelt. Für Makroplastik wurde mittels Kameras (Vis und hyperspektral) erfasst. Für die Bestimmung von Mikroplastik wurden verschiedene Probenahmesysteme getestet und verglichen. Die Bestimmung von Massenkonzentrationen erfolgte mittels thermoanalytischer Methoden. Im Zuge eines einjährigen Monitorings am Rhein wurden das Transportverhalten bei verschiedenen hydrologischen Bedingungen untersucht und Jahresfrachten (kg/a) ermittelt. Des Weiteren wurden Sedimentproben aus dem Rhein bzw. dessen Zuflüssen und Schwebstoffproben aus der Donau analysiert.
Quantitative Erfassung, Bilanzierung und Bewertung von Mikrokunststoffen im internationalen Flussgebiet Rhein - Teil 1
(2026) Dierkes, Georg; Hoffmann, Thomas; Baschek, Björn; Kamp, Jan; Lauschke, Tim; Range, David; Reinhardt, Marcel; Ternes, Thomas A.; Deutschland. Umweltbundesamt
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde ein Monitoringkonzept zur Erfassung des Vorkommens und Transports von Makro- und Mikroplastik (1-1000 µm) entwickelt. Für Makroplastik wurde mittels Kameras (Vis und hyperspektral) erfasst. Für die Bestimmung von Mikroplastik wurden verschiedene Probenahmesysteme getestet und verglichen. Die Bestimmung von Massenkonzentrationen erfolgte mittels thermoanalytischer Methoden. Im Zuge eines einjährigen Monitorings am Rhein wurden das Transportverhalten bei verschiedenen hydrologischen Bedingungen untersucht und Jahresfrachten (kg/a) ermittelt. Des Weiteren wurden Sedimentproben aus dem Rhein bzw. dessen Zuflüssen und Schwebstoffproben aus der Donau analysiert.
Sensorische Prüfung von Bauprodukten
(2025) Brandt, Simone
In Deutschland erfolgt die Geruchsmessung von Bauprodukten gemäß der DIN ISO 16000-28 (DIN, 2021) und der Richtlinie VDI 4302 Blatt 1 (VDI, 2015). Die Methode verwendet eine geschulte Prüfergruppe, um die empfundene Intensität ∏ zu bestimmen. Ein Bauprodukt gilt für den Innenraum als geruchlich geeignet, wenn die Intensität nach 28 Tagen in der Emissionsprüfkammer die Höhe von 7 pi nicht überschreitet.
Bisher ist die sensorische Prüfung und Bewertung von Bauprodukten auf freiwilliger Grundlage im Schema des Ausschusses zur gesundheitlichen Prüfung von Bauprodukten (AgBB) und in zahlreichen Vergabekriterien des Umweltzeichens Blauer Engel verankert. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit sollen die Akzeptanz der Messmethode steigern und ihre Anwendung fördern.
Die Dissertation behandelt folgende Forschungsthemen:
1. Weiterentwicklung der Probendarbietung unter Verwendung eines Adapters
Die sensorische Bewertung eines Bauprodukts erfolgt standardmäßig mit Probenbehältern. Obwohl die DIN ISO 16000-28 (DIN, 2021) Anforderungen an das Material sowie die Vorbereitung und Durchführung der Messungen stellt, gibt es Herausforderungen bei ihrer Verwendung.
Ein Adapter wird entwickelt, gebaut und in seiner Anwendung erprobt, um die Emissionsprüfkammer und den Bewertungstrichter miteinander zu verbinden. Dieser Ansatz vermeidet den Transport und die Lagerung empfindlicher Luftproben und reduziert somit Verluste von geruchsaktiven Substanzen. VOC-Messungen und sensorische Bewertungen zeigen die Eignung des Adapters zur Darbietung von Geruchsproben. Die Ergebnisse zeigen, dass die mit dem Adapter dargebotene Probenluft eine sehr ähnliche Zusammensetzung in Bezug auf VOC-Konzentrationen aufweist wie die Luft in den Emissionsprüfkammern. Am Adapter kann demnach die gleiche Luft dargeboten werden wie bei direkter Messung. Auch die empfundenen Intensitäten sind vergleichbar mit den Ergebnissen der Prüfkammerluftbewertung. Die Untersuchungen zeigen auch die Bedeutung der Vermeidung einer Vermischung von Probenluft und Umgebungsluft sowie die Notwendigkeit, Probenahmesysteme dicht zu konzipieren.
2. Vereinfachung der Bewertung der empfundenen Intensität
Ein vereinfachtes Verfahren wird entwickelt, bei dem den Prüfenden lediglich die Referenzintensität von 7 pi zum Vergleich mit der Probenluft angeboten wird. Sie sollen angeben, ob sie die Intensität der Probenluft stärker, gleich stark oder schwächer empfinden. Für die Bewertung wird festgelegt, dass eine unzumutbare Belästigung vorliegt, wenn mehr als 30 % der Prüfenden angeben, dass die Probenluft in ihrer Intensität stärker empfunden wird als die Referenzintensität.
Die Auswertung zeigt, dass das vereinfachte Verfahren für die meisten Produkte geeignet ist, jedoch bei holzbasierten Produkten zu abweichenden Bewertungen führen kann, was vermutlich auf ihre Hedonik zurückzuführen ist. Sowohl geschulte als auch ungeschulte Prüfende sind in der Lage, die vereinfachte Bewertung durchzuführen. © Autorin 2025
Beschreibung
Ergebnisse
