Auflistung nach Autor:in "Hornberg, Claudia"
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Veröffentlichung Combined evaluation of international estimations of environmentally attributable Disability-Adjusted Life Years and Health Care Costs to support national decision-making(2014) Tobollik, Myriam; Steckling, Nadine; Mertes, Hanna; Claßen, Thomas; Paetzelt, Gunnar; Popp, Johann; Roos-Bugiel, Joana; Schillmöller, Zita; Conrad, André; Wintermeyer, Dirk; Hornberg, ClaudiaVeröffentlichung Das Environmental Burden of Disease-Konzept und Krankheitskostenanalysen als Instrumente zur Prioritätensetzung im gesundheitsbezogenen Umweltschutz - das GEniUS Projekt(2015) Tobollik, Myriam; Mertes, H.; Steckling, N.; Claßen, T.; Popp, J.A.; Paetzelt, G.; Conrad, André; Plaß, Dietrich; Wintermeyer, D.; Hornberg, ClaudiaHintergrund:
Die Politik benötigt fachliche Grundlagen, um Entscheidungen im komplexen Themenfeld Umwelt und Gesundheit treffen zu können. Sowohl Informationen zu umweltbedingten Krankheitslasten als auch zu deren monetärer Bewertung (Krankheitskosten) können bei der Politikberatung eingesetzt werden, da mithilfe dieser Methoden die Auswirkungen von Umweltstressoren in Form von verlorenen gesunden Lebensjahren oder verursachten Kosten dargestellt werden können. Das Forschungsvorhaben GEniUS (Gesundheitsökonomie und Environmental Burden of Disease im Umwelt-Schutz) fasst Studien zu diesen Konzepten mit dem Ziel zusammen, Argumentations- und Entscheidungshilfen zur Beurteilung umweltpolitischer Problemstellungen bereitzustellen.
Methode:
Die systematische Literaturrecherche schloss 40 biologische, chemische und physikalische Risikofaktoren mit gesundheitlicher Relevanz für Deutschland ein. Die identifizierten Studien wurden in eine Datenbank aufgenommen und die essentiellen Informationen benutzerfreundlich aufbereitet. Die Datenbank enthält (a) allgemeine Angaben zur Studie und zur verwendeten Methode; (b) den geografischen Bezugsraum; (c) den/die untersuchten Umweltstressor(en); (d) die gesundheitlichen Effekte des Stressors; (e) die Ergebnisse (Krankheitslasten oder -kosten) und (f) die in der Studie genannten Limitationen. Anhand eines im Projekt entwickelten Kriterienkatalogs wurden die Studienqualität und Validität der Ergebnisse, die Unsicherheiten der Studien, die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Deutschland sowie die Verwertbarkeit der in der Datenbank erfassten Studien für die Umweltpolitik in Deutschland bewertet. Die anschließende Defizitanalyse erfasst derzeit bestehende Datenlücken.
Ergebnis:
In der Datenbank sind 42 Krankheitslasten- und 44 Krankheitskostenstudien enthalten sowie deren Bewertungen mittels Kriterienkatalog. Lediglich sieben Studien beziehen sich auf Deutschland (fünf zu Krankheitslasten, zwei zu Krankheitskosten). Für einige der betrachteten Stressoren gibt es mehrere Studien (z. B. für Feinstaub, Lärm, Schimmel, Passivrauch), andere wurden weder in Studien zu Krankheitslasten noch -kosten bearbeitet (z. B. perfluorierte Chemikalien, Weichmacher, Pflanzenschutzmittel). Die Übertragbarkeit der Ergebnisse der recherchierten Studien auf die Situation in Deutschland ist oftmals eingeschränkt, da sich die Rahmenbedingungen (wie Umweltzustand, Bevölkerungsstruktur, Preisentwicklungen etc.) von denen in Deutschland unterscheiden. Häufig wurde zudem die Studienqualität als nicht ausreichend bewertet. Ebenfalls wurde deutlich, dass nicht alle für die Bewertung der Studie erforderlichen und für notwendig erachteten Angaben in allen Publikationen vorhanden sind. Häufig fehlen beispielsweise Daten zu stressorattributablen Gesundheitsendpunkten und Expositions-Wirkungsfunktionen. Ebenfalls konnte aufgezeigt werden, dass Kostendaten aus unterschiedlichen Quellen (z. B. Daten des Statistischen Bundesamtes) vorhanden sind, diese jedoch derzeit nicht für Krankheitskostenanalysen nutzbar sind, da sie z. B. bisher nicht mit attributablen Risiken von Erkrankungen verknüpft wurden. Diskussion:
Das GEniUS Projekt fasst die derzeit verfügbare Studienlage zu umweltbedingten Krankheitslasten und -kosten zusammen. Eine Prioritätensetzung, basierend auf der aktuellen Studienlage, ist insofern limitiert, als dass aufgrund fehlender Quantifizierungen als wichtig eingestufte Stressoren nicht mit einbezogen werden können. Das Projekt identifiziert die bestehenden Datenlücken in Deutschland sowie in den betrachteten Studien. Trotz dieser Datenlücken können die Ergebnisse aus dem GEniUS Projekt unterstützend als Argumentationshilfe in der Politik herangezogen werden. Die Bewertung der Studien ermöglicht einen schnellen Überblick über deren Qualität.
In: 10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie: "Epidemiologie als innovatives Fach- Status und Perspektiven"; Abstraktband. Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke: Potsdam, S. 221-222Veröffentlichung Das GEniUS-Projekt - Eine Übersicht aktueller Studien zu umweltbedingten Krankheitslasten und -kosten(2016) Conrad, André; Plaß, Dietrich; Hornberg, Claudia; Tobollik, Myriam; Wintermeyer, DirkIm Forschungsvorhaben GEniUS (Gesundheitsökonomie und Environmental Burden of Disease im Umwelt-Schutz) wurde eine umfassende Datenbank mit internationalen Studien zu umweltbedingten Krankheitslasten und -kosten erstellt, mit dem Ziel, Argumentationshilfen zur Beurteilung umweltpolitischer Problemstellungen bereitzustellen. In dem Projekt wurde eine systematische Literaturrecherche zu 40 biologischen, chemischen und physikalischen Risikofaktoren mit gesundheitlicher Relevanz für Deutschland durchgeführt. 42 Krankheitslasten- und 44 Krankheitskostenstudien wurden identifiziert und die essentiellen Informationen in eine benutzerfreundliche Datenbank eingepflegt. Anhand eines im Projekt entwickelten Kriterienkatalogs wurden die Studienqualität sowie Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Deutschland bewertet. Für einige der betrachteten Stressoren wurden mehrere Studien identifiziert (z. B. für Feinstaub, Schimmel, Lärm und Metalle). Für viele weitere relevante Stressoren wurden jedoch weder Studien zu Krankheitslasten noch -kosten gefunden (z. B. perfluorierte Chemikalien, Pflanzenschutzmittel, Weichmacher). Die eingeschlossenen Studien weisen große Unterschiede hinsichtlich ihrer Qualität und verwendeten Methoden auf, sodass einige der Studien nur eingeschränkt zur Entscheidungsfindung in umweltpolitischen Prozessen genutzt werden können.
Quelle:Das GEniUS-Projekt - Eine Übersicht aktueller Studien zu umweltbedingten Krankheitslasten und -kosten = The GEniUS-project - an overview of current environmental burden of disease and environmental cost-of-illness studies / Myriam Tobollik ... - graph. Darst. In: UMID : Umwelt und Mensch - Informationsdienst ; Umwelt & Gesundheit, Umweltmedizin, Verbraucherschutz. - (2016), H. 1, S. 44Veröffentlichung Das Konzept der umweltbedingten Krankheitslast(2018) Plaß, Dietrich; Steckling, Nadine; Zeeb, Hajo; Tobollik, Myriam; Wintermeyer, Dirk; Hornberg, ClaudiaVeröffentlichung Global burden of disease of mercury used in artisanal small-scale gold mining(2017) Steckling, Nadine; Plaß, Dietrich; Hornberg, Claudia; Ericson, Bret; Tobollik, MyriamVeröffentlichung Sozialmedizinische Aspekte in der Umweltmedizin(2017) Bunge, Christiane; Hornberg, Claudia; Steinkühler, NadjaVeröffentlichung Veröffentlichung The GEniUS project: The environmental burden of disease and public health economics in environmental protection - final results(2014) Tobollik, Myriam; Steckling, Nadine; Conrad, André; Wintermeyer, Dirk; Hornberg, ClaudiaVeröffentlichung Übersicht zu Indikatoren im Kontext Umwelt und Gesundheit(2018) Kabel, Claudia; Mekel, Odile; Hornberg, Claudia; Plaß, Dietrich; Tobollik, MyriamVeröffentlichung Umweltbedingte Krankheitslasten in Deutschland(2018) Steckling, Nadine; Myck, Thomas; Mertes, Hanna; Plaß, Dietrich; Ziese, Thomas; Tobollik, Myriam; Wintermeyer, Dirk; Hornberg, ClaudiaVeröffentlichung Umweltgerechtigkeit als Ansatz zur Verringerung sozialer Ungleichheiten bei Umwelt und Gesundheit(2018) Bolte, Gabriele; Bunge, Christiane; Hornberg, Claudia; Koeckler, HeikeVeröffentlichung Umweltmedizinische Versorgungssituation von Patientinnen und Patienten in Deutschland(2020) Robert-Koch-Institut. Kommission Umweltmedizin und Environmental Public; Herr, Caroline; Heutelbeck, Astrid; Hornberg, Claudia; Niemann, Hildegard; Straff, WolfgangDer Bedarf nach Aufklärung im Bereich der gesundheitlichen Auswirkungen von Umwelteinflüssen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Insbesondere durch die nationale wie auch weltweite Forschung zu Umwelt- und Gesundheitsthemen konnte der Erkenntnisstand im Bereich Environmental Public Health deutlich verbessert werden. Jedoch ist eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung bei Auftreten von Gesundheitsbeschwerden, welche auf Umwelteinflüsse zurück eführt werden in Deutschland nach wie vor nur unzureichend gewährleistet. Die Gründe hierfür sind vielfältig und liegen zum Teil in strukturellen wie auch finanziellen Herausforderungen. Der Artikel beschreibt die aktuelle Situation der Umweltmedizin in Deutschland und entwickelt auch Vorschläge für eine Verbesserung der Versorgungsstrukturen. In: UMID : Umwelt und Mensch - Informationsdienst ; Umwelt & Gesundheit, Umweltmedizin, Verbraucherschutz / Boden- und Lufthygiene (Berlin) Institut für Wasser-. - (2020), Heft 2, Seite 51Veröffentlichung Warum die Einführung der blauen Plakette nicht aufgeschoben werden darf(2017) Salomon, Markus; Dross, Miriam; Hornberg, ClaudiaDie Stickstoffoxidbelastung in den Städten, insbesondere an verkehrsreichen Standorten, zählt zu den großen Herausforderungen in der Luftreinhaltung. Bei der Feinstaubproblematik konnte die Einführung der Umweltzone maßgeblich zur Belastungsminderung beitragen. Nunmehr ist eine Fortentwicklung der Umweltzone erforderlich, damit auch die NOx-Belastungen deutlich vermindert werden können. Deshalb sollten im Bundesrecht die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Städte die blaue Plakette einführen können. Nicht nur aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes besteht erheblicher Handlungsbedarf, sondern auch, um ein Vertragsverletzungsverfahren wegen mangelnder Umsetzung der Luftqualitätsrichtlinie zu verhindern. Die Einführung der blauen Plakette wäre außerdem ein Signal an die Industrie, die Abgasreinigung und die Entwicklung emissionsarmer Fahrzeuge ernsthaft voranzubringen. Sie kann darüber hinaus einen wichtigen Schritt hin zu einer Verkehrswende darstellen, die neben dem Klima- und Gesundheitsschutz auch die Verbesserung der Lebensqualität in den Städten als Ziel verfolgen sollte. Quelle: Verlagsinformation