Bauske, EmilyKaiser, Florian G.Gellrich, Angelika2024-06-162024-06-162019Abschlussdhttps://doi.org/10.60810/openumwelt-5669https://openumwelt.de/handle/123456789/4987Der vorliegende Bericht ist im Rahmen der Umweltbewusstseinsstudie 2018 entstanden. Es wird dargestellt, wie die Daten der elf Umweltbewusstseinsstudien von 1996 bis 2016 in einer einheitlichen Re-Analyse zur Erstellung einer umfassenden Umweltbewusstseinsskala und somit eines belastbaren Verlaufes des Umweltbewusstseins in Deutschland verwendet werden können. Als Ausgangspunkt werden die Herausforderungen bei der Betrachtung von Entwicklungen auf Basis von Einzelfragen aufgezeigt. Anschließend wird als Lösungsmöglichkeit die Erstellung einer Umweltbewusstseinsskala aus den vergangenen Umweltbewusstseinsstudien vorgestellt. Diese neuentwickelte, aber an eine empirisch bereits bewährte Umwelteinstellungsskala angelehnte Skala baut auf den konzeptionellen Vorteilen des Campbell-Paradigmas und den methodischen Vorteilen des Rasch-Modells auf. Die Entwicklung, Analyse und resultierenden Kennwerte der neuen Umweltbewusstseinsskala werden kurz dargestellt. Der Umweltbewusstseinsverlauf in Deutschland von 1996 bis 2016 wird mithilfe der Skala nachgezeichnet. Es zeigt sich eine insgesamt schwache, aber statistisch bedeutsame lineare Zunahme des Umweltbewusstseins von etwa 0,54 Prozentpunkten pro Jahr. Allerdings liegen auch einige bedeutsame Abweichungen von einem linearen Trend vor. Der so ermittelte Umweltbewusstseinsverlauf wird in Interviews mit Experten und Expertinnen diskutiert und einige mögliche Einflussfaktoren werden ergänzend näher betrachtet. Abschließend werden Empfehlungen für die Verwendung der Umweltbewusstseinsskala als Messinstrument in zukünftigen Umweltbewusstseinserhebungen gegeben, um so eine rückwirkende Anschlussfähigkeit der zukünftigen Befragungen bei gleichzeitiger Aktualisierbarkeit des verwendeten Messinstrumentes sichern zu können. Quelle: ForschungberichtThis report is a part of the Environmental Consciousness Study 2018. It illustrates how the data from the eleven Environmental Consciousness Studies in Germany from 1996 to 2016 can be integrated into a harmonised re-analysis to compile a broad measuring instrument of environmental attitude, which in turn is the basis for reliably modelling the development of environmental consciousness. First, the challenges of modelling the development of the environmental consciousness by using only individual questions are pointed out. As solution to these challenges, the generation of an environmental consciousness scale based on the past Environmental Consciousness Studies is presented. This newly developed scale, which is based on an empirically well-established scale of environmental attitude, combines the conceptual advantages of the Campbell paradigm and the methodological advantages of the Rasch model. The development, analysis and results of the new environmental consciousness scale are briefly presented. Using this scale, the trajectory of environmental consciousness in Germany from 1996 to 2016 is modelled. The results show an overall weak, but statistically significant linear increase in environmental consciousness of about 0.54 percentage points per year. However, there are also some significant deviations from a linear trend. This development of the environmental attitude is then discussed in interviews with experts. Subsequently, some potential contributing factors are looked into. Finally, recommendations are given for the use of the environmental consciousness scale as a measuring instrument in upcoming studies of environmental consciousness, to ensure that future surveys can be retroactively connected to the analysed data while at the same time maintaining the option of up-dating the measuring instrument as necessary. Quelle: ForschungsberichtIn diesem Bericht wird eine Sekundäranalyse der vergangenen Umweltbewusstseinsstudien vorgestellt, die zum Ziel hatte den Verlauf des Umweltbewusstseins in Deutschland seit 1996 nachzuzeichnen. Dazu wurde eine Umweltbewusstseinsskala entwickelt, die auf dem Campbell-Paradigma und der Rasch-Modellierung aufbaut. Es zeigt sich eine insgesamt schwache, aber statistisch bedeutsame lineare Zunahme des Umweltbewusstseins von etwa 0,54 Prozentpunkten pro Jahr. Der so ermittelte Umweltbewusstseinsverlauf wurde in Interviews mit Expertinnen und Experten diskutiert und einige mögliche Einflussfaktoren wurden ergänzend näher betrachtet. Der Bericht gibt Empfehlungen für zukünftige Umweltbewusstseinserhebungen, um eine rückwirkende Anschlussfähigkeit an den ermittelten Verlauf sichern zu können. 1 Onlineressource (78 Seiten)online resourcegerhttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/UmweltbewusstseinUmweltbewusstseinsstudieUmwelteinstellungVerhaltenskostenCampbell ParadigmaUmwelteinstellung in Deutschland von 1996 bis 2016Umwelteinstellung in Deutschland von 1996 bis 2016ForschungsberichtNachhaltigkeit | Strategien | Internationales